Fünf Jahre sind seit der Katastrophe von "Rana Plaza" in Bangladesch vergangen. Am 24. April 2013 starben mehr als 1100 Menschen in diesem maroden Gebäudekomplex, in dem Textilfabriken untergebracht waren. "Rana Plaza ist in der öffentlichen Wahrnehmung zum Synonym für eine Mode- und Textilwirtschaft geworden, die auf Kosten von Menschenrechten und der Umwelt immer schneller immer günstigere Kleidung herstellt", kritisiert Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel.
Selbstverpflichtungen von Unternehmen reichen nicht aus, um die Produktionsbedingungen im gesamten Textilbereich nachhaltig zu verbessern. Dafür bedarf es gesetzlicher Regelungen, die alle Unternehmen verpflichten, ökologische und menschenrechtliche Risiken ihrer Geschäfte zu identifizieren, transparent zu machen und zu verhindern. Wie bereits im Jahr 2015 bei der Entwicklung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP), fordert das Forum Fairer Handel deshalb von der deutschen Bundesregierung, eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für deutsche Unternehmen entlang ihrer gesamten Lieferkette per Gesetz festzuschreiben.
Die Verbraucher*innen sind gefordert, sich zu informieren, Transparenz zu verlangen und durch ihren Kauf von fairer und ökologischer Kleidung den Unternehmen und Produzent*innen zu zeigen, dass sie den Weg einer größtmöglichen Fairness und Transparenz unterstützen.
Anlässlich des fünften Jahrestages der Katastrophe von Rana Plaza hat das Forum Fairer Handel die Broschüre "Fokus faire und ökologische Kleidung" herausgegeben. Die Broschüre gibt einen Überblick zum Thema Kleidung aus Fair-Handels-Sicht. Sie ist online erhältlich und kann beim Forum Fairer Handel bestellt werden

Broschüre "Faire und ökologische Kleidung"