Das Haus Tinkunaku ist ein Gebäude, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurde und ständig Reparaturen benötigt. Dies ist zum Teil den staatlichen Auflagen geschuldet, es in einem guten Zustand zu halten, um den Einsturz von Gebäudeteilen zu verhindern.

Es ist ein typisches Haus im spanischen sevillianischen Stil, wie man es in Buenos Aires gebaut hat. Man hat dabei den Innenhof in der Mitte geteilt, um zwei Häuser zu gewinnen. Für diesen sehr hübschen Innenhof wird nun ein Dach benötigt, um die Möglichkeiten des Hauses auszuschöpfen und die Unterhaltungskosten erwirtschaften zu können. Es muss transparent sein, um die Pflanzen zu erhalten.

Zu den Aufgaben des Tinkunakus gehört es, den Mitgliedern der indigenen Gemeinschaften eine Unterkunft zu bieten, Schulungen über die Rechte der indigenen Völker anzubieten und Versammlungen indigener Gruppen durchzuführen, damit sie ihre verfassungsrechtlich garantierten Landgebiete einfordern können. Das Tinkunaku ist eine wichtige Anlaufstelle für sie, um sich in der Hauptstadt treffen zu können, denn ihre Siedlungen liegen bekanntermaßen weit entfernt und sind oft schwer zu erreichen, zudem sitzen die politischen Ansprechpartner meist in Buenos Aires. Außerdem werden im Tinkunaku einmal monatlich eine Kunsthandwerk-Ausstellung veranstaltet, die dabei hilft, das Haus zu unterhalten und die Ausgaben wie Elektrizität, Telefon, Wasser und Gas zu tragen. Wenn es regnet oder sehr kalt ist, können diese Ausstellungen bislang nicht durchgeführt werden, da dazu auch der Innenhof benötigt wird. Nur durch eine Überdachung ließe sich der Innenhof ganzjährig nutzen.

Das Süd-Nord-Forum beteiligte sich an den Kosten. Die Gesamtkosten von ca. 3.500 Euro wurden erreicht und das Dach konnte gebaut werden. Die Gemeinschaften konnten zum ersten Mal im Winter 2016 einem sehr kalten und langen Winter entgegen wirken und ihre Tätigkeiten weiter betreiben.